Hapkido – Sommerfahrt Zueschen 2019

 

Die traditionelle Shin Jeon Hapkido Sommervereinsfahrt verwandelte das Sauerland wieder in eine asiatische Metropole. Hierzu machten es sich die Sportler in der Skihütte Züschen bei Winterberg gemütlich. Dieses Event findet einmal in Jahr mit der Kooperation des Bochumer Vereins Golden Dragon statt.

Ein langes Wochenende von Freitag bis einschl. Montag sorgt für Sport, Spaß, Spannung und Spiel.

 

(Freitag) Ein gemeinsames Training am Freitagabend eröffnete das Event. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, in die Welt der Schwertkunst einzutauchen. Großmeister Guido Böse VI Dan Hapkido und III. Dan Haidong Gumdo, trainierte mit den Teilnehmern wie man mit einem Schwert auf einem virtuellen Schlachtfeld aufräumt. Junge und ältere Samurais machten die Gegend unsicher, gezielt und präzise pfiffen die Schwerter durch die Luft. Eingeübt wurde eine Form aus dem gehobenen Gurtbereich. Die einheimischen Tiere staunten nicht schlecht als die Schwerter durch die Luft zischten.

Nach getaner Arbeit erholten sich die Schwertkämpfer bei Speis und Trank. Grillgut mit und ohne Fleisch sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Ab der Dämmerung sorgte das obligatorische Lagerfeuer nicht nur für äußerliche Wärme.

 

(Samstag) Der zweite Tag wurde mit einem kräftigen Frühstück im Gruppenraum der geräumigen Skihütte eingenommen. Nach der Kräftigung folgte die zweite Trainingseinheit. Auch hier wurde der Umgang mit einer Waffe trainiert. Im Hapkido kommt der Langstock ab dem II. Dan zum Einsatz. Bei diesem Lehrgang hatte jeder die Möglichkeit diese Waffe kennen zu lernen. Erst einmal Gleichgewichtsübungen um ein Gefühl für den Langstock zu entwickeln. Danach folgen Wirbel und Schlagübungen. Das ganze fand im Außengelände des Skigebietes statt. Mit schönem Blick ins Sauerland wirbelten die Langstöcke durch die Luft. Kleiner Nachteil, jeder fallen gelassene Stock wird mit Liegestütze geahndet. Eine kleine Hapkido Tradition welche anfänglich noch Spaß bereitet, doch nach dem 10 mal, oder früher, etwas mehr Disziplin für diese Waffe entwickelt. Zum Glück mussten sich die beheimateten Tiere nicht die Ohren zuhalten, Fluchen wird traditionell auch mit Liegestütze belohnt.

Nach einer kleinen Stärkung ging es ins Erlebnisbad Aqua Mundo, ein tropisches Schwimmbad mitten im Sauerland. In dieser Wasserwelt war für jeden etwas dabei, planschen, toben, rutschen, schwimmen oder einfach entspannen, eingerahmt von riesigen Palmen. Genau das richtige um eine Horde Kampfsportler bei Laune zu halten.

Danach ging es wieder zum Treffpunkt, wo ein ausgewogenes Abendessen den gemütlichen Teil des Abends einleitete.

 

(Sonntag ) Das Wetter war den Sportlern wohlgesonnen, nach dem Frühstück ging es zur Erkundung der Gegend. Das schöne Sauerland lud regelrecht dazu ein. Allerdings kennen Kampfkünstler keine „normale“ Wanderung, aus diesem Grund gab es mehrere Stationen bei denen Geschicklichkeitsübungen, Belastungstests und Zielübungen warteten. Das Ende der Wanderung wurde wieder so gewählt, das es die Ski Hänge runterging. Gehen? nein, ein Kampfkünstler aus Schwerte geht nicht einfach den Hang runter, die Gelegenheit die Fallschule in der Praxis auszuprobieren wurde genutzt. Auf die Plätze Fertig los, wer ist zuerst ohne Ski unten?

Was ergibt die Kombination Budogemeinschaft, Lastwagenplane und Wasser? Richtig, eine Menge Spaß, am Nachmittag wurde die Trainingseinheit in eine Rutschpartie umfunktioniert. Eine 20m lange Wasserrutsche sorgte für eine gehörige Portion Spaß, aber auch blaue Flecken, die Abbremszone müsste evtl. noch mal überdacht werden. Die ansässigen Tiere staunten mal wieder nicht schlecht über die Kaperversuche auf der Wasserrutsche, doch mittlerweile waren sie so etwas gewohnt.

Was macht ein bereits nasser Kampfsportler? Wasserbombenschlacht! 100 Wasserbomben suchten ein Opfer. Wie viel Spaß man für 7,99€ haben kann zeigen die Bilder. Einfache Regeln, ein abgesperrtes Feld und Freiwillige bewaffnet mit je 3 Wasserbomben. Der Verlierer muss die Bombenreste aufsammeln. An dem Tag lernte man zwei Sachen: Wasserbomben aus nächster Nähe zwirbeln ganz gut, Vereinskammeraden haben doch eine versteckte schwarze Seele.

 

(Montag) Leider schon der letzte Tag, die traditionelle Waldolympiade. Mehrere Teams treten in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an. Klassiker wie Tauziehen, Sackhüpfen und Eierlaufen sorgten wieder für eine Menge Spaß.

 

Kurzes Mittagessen und gemeinsames aufräumen beendeten schließlich die Sommerfahrt 2019. Es ist immer wieder erstaunlich was man in nur vier Tagen alles erleben kann. Alle sind sich einig, nächstes Jahr wieder, der Termin steht auch schon 7. August 2020, also vormerken!

 

2019 – Hapkido – Sommerfahrt Zueschen (Bilder)

 


Die Mutprobe


Surströmming eine Delikatesse aus Norwegen auch bekannt unter den Namen „Kotz“fisch. Es handelt sich um Ostseehering welcher in Salzlake eingelegt wird und später in Konserven eingelagert wird, wo der Fisch seinen Gärprozess fortsetzt. Der Transport der Surströmmingdosen ist wegen der Sorge vor Explosionsgefahr auf Flügen von British Airways und Air France ausdrücklich verboten.

Für ungeübte Näschen verbreitet der Fisch einen bestialischen Gestank, welcher selbst hartgesottene Maurer aus den Schuhen hebt. Es gibt zahlreiche Videos im Internet, bei dem die Personen nach dem Öffnen der Dose, sich direkt übergeben. Grund genug für die Budogemeinschaft der Sache auf den Grund zu gehen.

Eine Tipi nahe der Unterkunft war der Austragungsort. Wer sich zuerst übergibt oder aus dem Tipi rennt, hat verloren, probieren war Pflicht. Mit diesen Regeln bohrte sich der Dosenöffner durch das Metall. Umgehend verbreitet sich ein Gestank welcher nicht gerade an Delikatesse erinnert, eher nach den Geschäften eines alten Dobermanns.

Langsam werden die Knie weich, das soll in den Mund? Der Kampf mit dem Fisch hat begonnen! Die Gabeln werden geladen und Schuss, einer nach dem anderen steckt die Granate in den Mund. Eine Gaumenfreude sieht anders aus! Doch die Kampfkünstler lassen sich nicht in die Knie zwingen, bis auf den Fisch gab es an diesem Abend keinen Verlierer. Jeder verzehrte mind. ein Stück Fisch und das Abendessen bliebt drin.

 

„Allerdings kann ich immer noch nicht verstehen, wer sich so etwas freiwillig in den Mund steckt. Die Menge an Ketchup kann gar nicht erzeugt werden, bis dieser Fisch sich in eine Delikatesse verwandelt. Der Dosenöffner war anschließend Sondermüll, Teller und Besteckt war eine Herausforderung für die Spülmaschine, ein Durchgang reichte nicht um den Ausdünstung vollständig zu entfernen. 

 

2019 – Hapkido – Sommerfahrt Zueschen (Video)

X