Hapkido – III.Großlehrgang


Zum Dritten mal lud Großmeister Guido Böse, VI. Dan, zu einem traditionellen Großlehrgang ein. Einmal pro Jahr gibt es für die Mitglieder des Shin Jeon Hapkido Stils die besondere Gelegenheit an einem Workshops teilzunehmen, welcher außerhalb der regulären Unterrichtsthemen angesiedelt ist. Mit mehr als 50 Teilnehmern von Jung bis Alt war der Lehrgang ausgebucht. Der Großmeister wurde dabei von 8 Referenten unterstützt. Diese sind eigens hierzu aus unterschiedlichen Städten, wie Dortmund, Bielefeld, Hamm, Solingen, Bochum angereist. Die längste Anreise hatten die Sportler aus Görlitz, mit über 600 Kilometern.
 
 

 
 
Nach einer kurzen Einleitung startete der Lehrgang mit einem gemeinsamen Aufwärmtraining.
 
 


Haidong Gumdo
Im Anschluss unterrichtete Großmeister Guido Böse, welcher auch Besitzer des III. Dan der Schwertkunst Haidong Gumdo ist, die komplette Gruppe wie man mit einem Schwert umzugehen hat. Neben verschiedenen Schneidetechniken durften die Teilnehmer in eine Form reinschnuppern welche eigentlich den höher graduierten Schwertkämpfern vorbehalten ist. Danach teilte sich der Lehrgang in zwei Gruppen auf und es wurden mehrere Workshops parallel angeboten.

Quanjang Nim Guido Böse, VI.Dan Hapkido
 
 
 


ITF Taekwon Do
Andreas Peters, III. Dan Taekwon Do, 1. Kup Hapkido vertiefte zunächst Basiswissen über ITF Taekwon Do und kombinierte diese im Anschluss zu einer Form aus dem Orangegurtprogram. Somit bekamen die Hapkido Sportler einen hautnahen Einblick in eine andere Budo Sportart.

Chodan Bo Andreas Peters, 1.Kup Hapkido, III Dan Taekwon Do

 
 
 


Mek Chiggi, Schlagabwehr
Auf der Nachbarmatte unterrichtete Meister Sebastian Kneffel, IV. Dan Hapkido, die Jugendlichen in der Materie der Schlagabwehr auch Mek Chiggi genannt. Am Partner wurde demonstriert worauf man achten sollte, wenn man mit einem Faustschlag konfrontiert wird. Distanz Ausweichen, Schnelligkeit und Blocken waren das indirekte Thema des Workshops.

Sabum Nim Sebastian Kneffel, IV. Dan Hapkido
 
 
 
 


Bodenkampf
Nach einer kurzen Pause machten es sich die Bodenkämpfer auf der Matte gemütlich. Ben Steinberg, I. Dan aus Solingen gab seine Kenntnisse als alt eingesessener Ringer an die Teilnehmer weiter. Hier durften die Teilnehmer am Partner ausprobieren, wie man einen Gegner kontrolliert zu Boden bring und diesen Anschließend in Ringermanie verknotet. Zum Schluss der Einheit fanden noch kurze Wettkämpfe statt, welche den Teilnehmern noch mal richtig Schweiß auf die Stirn trieb.

Kyosa Nim Ben Steinberg, I. Dan Hapkido

 
 
 


Taeryon, Kampf Jugend
Parallel dazu vermischte sich die Luft mit dem Adrenalin der Jugend, hier trainierte Tobias Lohre, III. Dan die Jugend in einem Kampfseminar. Hier standen Angriffskombinationen auf dem Programm. Wie erziele man am wirkungsvollsten, bei einem Zweikampf, seinen Punkt. Neben Basistraining, fand auch ein intensives Training an der Pratze statt.

Bu Sabum Nim Tobias Lohre, III. Dan Hapkido
 
 
 
 
Bei der letzten Einheit wurden die Gruppen wieder zusammengeführt. Gemeinsam, Jugend und Erwachsene, lies Großmeister Guido Böse den ersten Tag in einer Staffel ausklingen. Vier gemischte Gruppen traten gegeneinander an und sorgte noch mal für eine extra Dosis Spaß.
 
Danach wurde der gemütliche Teil des angefangenen Abends eingeläutet. Nach dem Duschen wurde umgehend der Grill umlagert. Am Lagerfeuer wurde der Abend dann schließlich zu fortgeschrittener Stunde beendet. Die meisten Sportler verbrachten die Nacht gemeinsam in der Halle, bis das gemeinsame Frühstück den nächsten Trainingstag einstimmt.
 
 
 


Him Umdang, Kraftzirkel
Der Besuch aus Görlitz konfrontierte die Teilnehmer mit einem Kraftzirkel. Referent Phillip Paul, III. Dan, baute hierzu ein Parcours auf, welche unterschiedliche Muskelgruppen wieder auf Vordermann bringen sollte. In einem kurzes Vorspiel brachte Philip den Teilnehmern die Basisübungen näher, damit diese später richtig im Parcours angewendet werden. Danach wurde es ernst, kleinere Gruppen durften in Zeitintervallen an unterschiedlichen Stationen schwitzen. Hierbei kamen Hilfsmittel wie Medizinbälle, Hürden, Fitnessbänder und Trainingsleitern zum Einsatz. Trotz früher Morgenstunde machten die Teilnehmer engagiert mit und meisterten gleich zwei Runden des Zirkels.

Bu Sabum Nim Philip Paul, III. Dan Hapkido

 
 
 


Mok Kjo Ki, Würgeabwehr
Auf der Nachbarmatte zeigte Sebastian Bischoff, III. Dan, wie man sich zur Wehr setzt, wenn einem Würgeangriff ausgesetzt wird. Die erste Reaktion kann hier entscheidend sein. Sebastian demonstrierte wie man sich mit Kontrolle aus dieser lebensbedrohlichen Situation befreien kann. In Partnerübungen klatschten die Angreifer regelrecht auf die Matte.

Bu Sabum Nim Sebastian Bischof, III.Dan Hapkido
 
 
 
 


Kwon Chong Sul, Pistolenabwehr
Nach einer kurzen Trinkunterbrechung wurde trainiert, wie man sich verhält wenn man mit einer Pistole in Schach gehalten wird. Hierzu gab Meister Reinhold Harenbrock, V. Dan, seine langjährige Erfahrung, beruflicher und sportlicher Natur, weiter. Am Partner wurde eine Gefahrensituation mit Pistolenangriff nachgestellt. In dieser Situation wurde eine mögliche Verhaltensweise trainiert. Auch hier wurden Techniken vorgestellt welche in der Regel höher graduierten Kampfkünstlern vorbehalten sind. In einem Sitzkreis wurden im Anschluss die theoretischen Aspekte näher gebracht.

Sabum Nim Reinhold Harenbrock, V.Dan Hapkido

 
 
 


Kyek Pah, Bruchtest
Ein paar Meter weiter wurden die richtigen Merkmale für die Durchführung eines Bruchtest trainiert. Markus Hillebrand, III. Dan, welcher bereits auf mehreren Deutschen oder Europameisterschaften erfolgreich teilgenommen hatte, fokussierte sich darauf, den zukünftigen Tunierteilnehmern sein Wissen weiter zu geben. Erst wurde die Trefferfläche für die entsprechende Technik lokalisiert, dann wurden die wesentlichen Merkmale der entsprechenden Technik durchgenommen. Diese Techniken wie, Handkante, Fauststoß und Ellenbogenschlag wurde dann an der Pratze ausprobiert. Das Ziel war die freigehaltene Pratze so weit wie möglich zu schlagen. Im Laufe des Workshops flogen die Pratzen immer weiter, bis es dann ernst wurde. Die Teilnehmer durften sich an einem massivem Holzbrett beweisen. Hierbei siegte mal das Brett, mal der Teilnehmer. Das wichtigste aber, alles verlief ohne erwähnenswerte Verletzungen.

Bu Sabum Nim Markus Hillebrand, III.Dan Hapkido
 
 
 
 


Selbstverteidigung mit Alltagsgegenständen
Danach bittet Großmeister Böse noch mal alle Teilnehmer zu einem gemeinschaftlichen Training auf die Matte. Das Thema war, Alltagsgegenstände als Waffe. Ein Hapkidoka trainiert in der Regel mit vielen unterschiedlichen Waffen. In der Praxis sind diese aber selten im Ernstfall verfügbar. Der Großmeister erklärte und demonstrierte das alltägliche Gegenstände einen guten Zweck in einem Zweikampf erfüllen können. Angefangen, von Kugelschreiber, Kreditkarte, Spazierstock, Regenschirm, Handy, Zeitung, bis hin zur Handtasche. Das alles kann als Waffe eingesetzt werden. Hiervon konnten sich die Teilnehmer hautnah in Partnerübungen überzeugen. Die gespielten Angreifen haben hier erfahren müssen, wie schmerzhaft ein Kugelschreiber sein kann, der an diversen Nervenpunkten an Hals, Nieren, Schläfe, oder Solarplexus angesetzt wird.

Quanjang Nim Guido Böse, VI.Dan Hapkido

 
 
 
Der Ausklang bildete noch mal gemeinsame Spiele, bevor dann die Teilnahmeurkunden überreicht wurden und die Teilnehmer letztlich in den Rest des Wochenendes entlassen wurden.

Anhand des Applauses welcher beim Ende jedes Workshops folgte, kann mutmaßt werden, dass es den Teilnehmern gefallen hat.

Kamsahamnida, allen Referenten, Hilfskräfte sowie dem Organisator Großmeister Guido Böse für dieses gelungene Wochenende. Alle freuen sich bereits auf den 4. Großlehrgang.

Allgemein

Spiel und Spass

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